Vollrath unüberwindbar

Mit einem 1:0 Heimsieg beendete die Empor am vergangenen Wochenende die andauernde Sieglosserie gegen Brotterode-Trusetal und fuhr damit den ersten Sieg auf Seiten Dreißigackers im direkten Duell beider Mannschaften ein. Bedanken durfte sich das Team um Trainer Kellner insbesondere beim Keeper Leo Vollrath, der vor allem in der Schlussphase nicht zu überwinden war.

Sieben Niederlagen, zwei Unentschieden, 0 Siege – so sah die Bilanz zwischen den beiden Mannschaften vor dem Spieltag aus. Mancher Zuschauer erhoffte sich daher (verständlicherweise) wohl nicht viel für Dreißigacker, wusste man doch um die zurückliegenden Begegnungen. Die erste Herrenmannschaft startete allerdings überraschend gut in die Partie, stand vor allem defensiv stabil und konnte immer wieder vereinzelt Nadelstiche nach vorne setzen. Während die Empor sich normalerweise in solche Phasen nicht belohnt, verwandelte Winkler an diesem Spieltag nach Hereingabe von Baumgart gleich die erste Großchance der Partie sicher im Kasten der Trusetaler. Die Gäste auf der anderen Seite hatten vor dem Gegentreffer als auch im Anschluss zwar mehr Ballbesitz, es gelang ihnen aber nicht zwingend im Offensivspiel zu werden. Während die hauptsächlich langen Bälle von der Heimelf problemlos entschärft wurden, kam Dreißigacker auch im Mittelfeld häufig früher an die zweiten Bälle. Bis zum Pausenpfiff war dadurch Dreißigacker dem zweiten Tor näher dran, als die Gäste dem Ausgleich.

Nach einer für viele Zuschauer wohl überraschend souveränen ersten Halbzeit, schien in der zweiten Hälfte der Partie die Hausherren das Pech zu verfolgen. Erst musste Janusch verletzungsbedingt in der Kabine bleiben, dann musste Heintz keine 10 Minuten nach Wiederanpfiff verletzungsbedingt ausgewechselt werden und die Schlussviertelstunde musste die Empor durch eine Gelb-Rote Karte durch Wintzer (78.) auch noch zu 10. bestreiten. Obwohl die Gäste dadurch Auftrieb bekamen und nun zu zwingenderen Toraktionen gelangten, stand die Dreißigäckerer Defensive aber weiterhin robust. Auch in Unterzahl gelang es den Hausherren zwar überwiegend die gegnerischen Angriffe im Sekundentakt weiter zu verhindern, die Torabschlüsse und Chancen auf Gästeseite nahmen aber dennoch stetig zu. Zur Freude Dreißigackers hatte man an diesem Spieltag allerdings einen Torwart im Kasten stehen, der einen richtigen „Sahnetag“ erwischt hatte. Kein Abschluss war für Vollrath zu platziert, zu gut getreten oder unhaltbar. Jeder Abschluss wurde vom Keeper entschärft, sei er noch so gut gewesen. Selbst als die Gäste in der 89. Spielminute einen Strafstoß zugesprochen bekamen, ließ sich Vollrath nicht beirren und war abermals der glänzende Gewinner, der sich zurecht mit dem Schlusspfiff von seiner Mannschaft feiern ließ. Brotterode-Trusetal war auf der anderen Seite doch zu ideenlos in der Offensive und strahlte auch ohne den angeschlagenen Brian Peter nicht die bekannte Torgefahr aus, die man sonst in Dreißigacker von den Gästen gewohnt ist.

Hinterlasse einen Kommentar